Sauvignon Blanc: Warum die Südsteiermark Weltklasse ist

Kaum eine Rebsorte ist so eng mit der Südsteiermark verbunden wie der Sauvignon Blanc. Warum die Region international in der ersten Liga spielt — und was ihr verkosten solltet.

Illustration: Sauvignon Blanc: Warum die Südsteiermark Weltklasse ist

Wenn Weinkenner über die Südsteiermark sprechen, fällt ein Name zuerst: Sauvignon Blanc. Die Region hat sich mit dieser Rebsorte einen Platz unter den besten Anbaugebieten der Welt erarbeitet — neben Klassikern wie Sancerre an der Loire oder Marlborough in Neuseeland.

Warum gerade hier?

Das Geheimnis liegt in der Kombination aus steilen Hanglagen, kalkhaltigen und schiefrigen Böden und dem Klima: warme Tage, kühle Nächte. Diese Temperaturunterschiede lassen die Trauben langsam reifen und bewahren die Aromatik — das Ergebnis sind Weine mit Spannung, Frucht und Mineralität.

Wie schmeckt südsteirischer Sauvignon?

Die klassische Stilistik: Stachelbeere, Holunderblüte, Paprika, dazu eine saftige Säure. Die leichten, frischen Varianten trinkt man jung als Sommerwein; die Lagenweine (von Einzellagen wie den berühmten Rieden rund um Gamlitz und Leutschach) sind kraftvoller, oft im Holz ausgebaut und können viele Jahre reifen.

Verkosten: so geht ihr es an

  • Ab Hof: Fast alle Weingüter verkaufen direkt und schenken zur Beratung gern ein Glas ein — anrufen und Termin ausmachen.
  • Im Buschenschank: Die unkomplizierteste Art, sich durch das Sortiment eines Hauses zu kosten.
  • Im Genussregal in Vogau: Hunderte Weine der Region unter einem Dach, nur wenige Minuten von Straß — ideal für den Überblick.

Unser Tipp für den Einstieg

Kostet einen „klassischen" und einen Lagen-Sauvignon desselben Weinguts nebeneinander — der Unterschied erklärt die Region besser als jedes Buch. Und plant den Rückweg: Das Weinmobil bringt euch sicher zu eurem Apartment zurück.

Häufige Fragen

Welcher Wein ist typisch für die Südsteiermark?

Die Südsteiermark ist Weißweinland: Sauvignon Blanc ist das Aushängeschild, daneben spielen Welschriesling, Muskateller, Morillon (Chardonnay) und Weißburgunder wichtige Rollen.

Was bedeutet „Ried" auf dem Weinetikett?

„Ried" kennzeichnet in Österreich eine Einzellage — also einen genau abgegrenzten Weinberg. Riedenweine sind die Spitzenweine eines Weinguts.

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