Was ist ein Buschenschank? Regeln, Jause & Knigge

Rund 250 Buschenschänken gibt es in der Südsteiermark — aber was genau ist das eigentlich, und wie verhält man sich dort richtig? Der kleine Knigge für den ersten Besuch.

Illustration: Was ist ein Buschenschank? Regeln, Jause & Knigge

Der Buschenschank ist das Herzstück der südsteirischen Genusskultur — und für viele Gäste der Hauptgrund, überhaupt herzukommen. Rund 250 Buschenschänken gibt es in der Region, dazu etwa 390 Weingüter. Doch der Buschenschank folgt eigenen Regeln, die man kennen sollte.

Die Grundidee: Der Winzer schenkt sein Eigenes aus

Ein Buschenschank darf nur von Wein- oder Obstbauern betrieben werden, und ausgeschenkt wird ausschließlich, was am eigenen Hof entstanden ist: Wein, Traubensaft, im Herbst Sturm. Dazu gibt es nur kalte Speisen — das ist gesetzlich so geregelt und macht den Charme aus. Der Name kommt vom „Buschen", einem Zweigbündel, das über der Tür zeigt: Hier ist offen.

Die Brettljause: das kulinarische Herz

Bestellt wird meist die klassische Brettljause: Geselchtes, Verhackert (Speckaufstrich), Käse, Käferbohnensalat mit Kürbiskernöl, Kren und frisches Bauernbrot — serviert auf dem Holzbrett. Dazu ein Glas Welschriesling oder Sauvignon Blanc, und der Nachmittag ist gerettet.

Der kleine Knigge

  • Reservieren: An Wochenenden und im Herbst unbedingt anrufen — die guten Plätze auf der Terrasse sind schnell weg.
  • Bargeld mitnehmen: Viele Betriebe nehmen keine Karten.
  • Zeit mitbringen: Ein Buschenschank ist kein Schnellrestaurant. Man bleibt, plaudert, bestellt nach.
  • Öffnungszeiten prüfen: Buschenschänken haben „aufgesteckt" (offen) oder eben nicht — viele nur in bestimmten Monaten.
  • Nicht mit dem eigenen Auto: Das Weinmobil oder ein Taxi bringt euch sicher zurück.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Buschenschank und Heurigem?

Das Prinzip ist dasselbe: Der Winzer schenkt eigene Produkte aus. „Heuriger" sagt man vor allem in Wien und Niederösterreich, „Buschenschank" in der Steiermark. Im steirischen Buschenschank gibt es traditionell nur kalte Speisen und ausschließlich Eigenbauweine.

Muss man im Buschenschank reservieren?

An Wochenenden, an Feiertagen und in der Herbstsaison (September bis November) ist eine Reservierung sehr zu empfehlen. Unter der Woche bekommt man meist auch spontan einen Platz.

Was kostet eine Brettljause im Buschenschank?

Je nach Betrieb und Größe meist zwischen 12 und 20 Euro pro Person, ein Viertel Wein oft ab etwa 3 Euro. Bargeld mitnehmen — nicht überall werden Karten akzeptiert.

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